Grundlagen
Die Ohrakupunktur lässt sich als so genannte Reflexzonentherapie bezeichnen. Die durch Stimulierung sensibler Punkte am Ohr, gezielt andere Körperregionen beeinflusst. Der französische Arzt Paul Nogier hat diese Methode 1956 auf einem Akupunkturkongress das erste Mal vorgestellt. Er begann sich mit der Reflexzone Ohr zu beschäftig und nahm wahr, dass die Wiederspiegelung des Körpers im Ohr einem Embryo in Kopflage gleicht. Im Bestreben diese Phänomen zu erklären, wies er reflektorische Beziehungen zwischen Ohr und Körper nach.
Die Ohrakupunktur bietet gegenüber der Körperakupunktur einige Vorteile:
Der Patient muss sich nicht entkleiden und Körperregionen, die beispielsweise aufgrund von Verletzungen nicht lokal behandelt werden können, lassen sich über Reflexpunkte am Ohr beeinflussen. Dauernadeln können solange den Reflexpunkt im Ohr stimulieren bis er ausgeglichen ist.
Wirkungen
Die Ohrakupunktur ist eine ausgleichende, stabilisierende und schmerzlindernde Körpertherapie.
Da die Ohrmuschel von den drei großen Nerven –dem Trigeminusnerv, dem Vagusnerv und dem Plexus cervicalis supervicalis – durchzogen ist und die Kerne dieser Nerven im verlängerten Rückenmark liegen, wird angenommen das durch die Reizung der Ohrmuschel Signale auf extrem kurzem Weg zum Gehirn oder zum Erfolgsorgan gelangen. Andere Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass neben Blutgefäßen, Lymphbahnen und Nerven ein unsichtbares, energetisches System im Körper besteht, auf das die Ohrakupunktur stabilisierend einwirkt:
Indikationen
Schmerzen des Bewegungsapparates
Myalgien
Neuralgien
Lumboischialgien
Kopfschmerzen
Akute Traumen
Rheumatische Beschwerden
Vegetative Störungen
Burn out Syndrom
Tinnitus
Stress
Als Unterstützung: Suchtprobleme
Kontraindikationen
Entzündungen oder Verletzung der Ohren
Schwangerschaft
Eine starke Druckempfindlichkeit der Ohren

Shiatsu-Center Langenfeld
Zentrum für Entspannung, Bewegung & Wahrnehmungsschulung
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Kerstin Rosendahl
Ulrike Taudien-Arndt
Stand 7/10